"Der Mutmacher braucht Mut" kommentiert Julia Barth in der Tagesschau. Frank-Walter Steinmeier ist mit klarer Mehrheit zum künftigen Bundespräsidenten gewählt worden. Der ehemalige Außenminister erhielt 931 der insgesamt 1253 Stimmen in der Bundesversammlung und erreichte damit bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit.

„Der Mutmacher braucht Mut“ kommentiert Julia Barth in der Tagesschau. Frank-Walter Steinmeier ist mit klarer Mehrheit zum künftigen Bundespräsidenten gewählt worden. Der ehemalige Außenminister erhielt 931 der insgesamt 1253 Stimmen in der Bundesversammlung und erreichte damit bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. 

Mit Frank-Walter Steinmeier setzte sich der haushohe Favorit bei der Wahl zum Bundespräsidenten durch. Er war der gemeinsame Kandidat von CDU/CSU und SPD, doch auch von Grünen und FDP war im Vorfeld der Wahl breite Zustimmung signalisiert worden.

„Sie wollen ein Mutmacher werden“, fragt Tina Hassel, und wenn man Ihrer Rede gerade gut zugehört hatte, ist das genau Tenor gewesen. Nicht alles ist gut, aber wir zeigen, man kann es zum Besseren wenden. Ist das ein erstes, zentrales Anliegen?“

Dazu Frank-Walter Steinmeier: „Ich glaube, dass die Geschichte dieser Republik das beste Argument gegen Populismus ist und gegen all diejenigen, die glauben, dass in einer Welt, die schwieriger geworden ist, die Antworten deshalb einfacher sein müssen. Die Antworten bleiben schwierig und ich glaube die besten Antworten können nur in der Demokratie gegeben werden. Das bedeutet, dass wir uns auch einverstanden erklären müssen mit dem Ringen um richtige Lösungen. Das ist keine Schwäche eines politischen Systems, sondern es ist Stärke der politischen Demokratie.“

Pressestimmen:

„Ein Mutmacher gegen die Angstmacher“ – Stefan Kuzmany kommentiert in SPIEGEL ONLINE. Steinmeiers Ansprache war ein Signal gegen die Rechtspopulisten in aller Welt und im eigenen Land. Wenn der Bundespräsident Steinmeier den Wohlmeinenden Mut machen kann, sich nicht vom Geschrei verschrecken zu lassen, sondern beharrlich und unbeeindruckt vernunftgläubig weiter an einem Land zu arbeiten, das seinen Bewohnern und der Welt Hoffnung gibt – dann wird er der Präsident sein, den Deutschland braucht in dieser Zeit. mehr…

„Von der Tugend der Langeweile“ Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung/SZ.de. Bundespräsident Steinmeier steht für eine Politik, die den Dingen lange Weile gönnt. Das ist nötig in Zeiten einer kurzatmigen und polternden Politik des kurzen Prozesses. Steinmeiers Dankesrede nach der Wahl war von herzhafter Kürze: „Wenn das Fundament anderswo wackelt, dann müssen wir umso fester zu diesem Fundament stehen.“ Das war der schönste Satz seiner Rede, eingerahmt von der Aufforderung, „Mut“ zu zeigen. Diesen Mut näher zu beschreiben und diesen Mut auch selbst zu zeigen – dazu wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch viel Gelegenheit haben. mehr…

„Ein Präsident für harte Zeiten“ – Frank-Walter Steinmeier kann ein starkes Staatsoberhaupt werden in einer unsicheren Welt. Dazu muss er aber auch Antworten finden, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Ein Kommentar von Ludwig Greven in ZEIT ONLINE. Anders als in früheren Fällen war die Bundespräsidentenwahl diesmal kein Fingerzeig für eine künftige Koalition. Steinmeier ist so gesehen der Präsident für alle Fälle, was durchaus seinem Naturell entspricht. Er wird mit einer erneuten Kanzlerin Merkel genauso klarkommen wie mit einem Kanzler Schulz. mehr…

„Steinmeier – Verteidiger unserer offenen Gesellschaft“ – für das Handelsblatt kommentiert Klaus Stratmann. Frank-Walter Steinmeier wird auf einer Woge der Zustimmung ins Bundespräsidenten-Amt getragen. Doch es warten große Aufgaben. Es geht darum, die Vorstellungen des Großteils der Bevölkerung von einer offenen und toleranten Gesellschaft zu verteidigen und auch diejenigen von den Stärken unseres Gemeinwesens zu überzeugen, die abwartend am Spielfeldrand stehen. Der neue Bundespräsident spielt dabei eine zentrale Rolle. Er wird sich dabei der Gefahr aussetzen, bei einigen Menschen an Beliebtheit zu verlieren – um der Klarheit willen. Das ist die Sache wert. mehr…

„Eine politische Zeitenwende“ – Die Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten ist vielsagend, findet Stephan Detjen im Deutschlandfunk. Sie spiegelt die perfekte Strategie der SPD wieder, wirft einen weiteren Schatten auf die deprimierte Union – und hat der AfD den Eintritt in den Bundestag bereitet. Die dreistellige Zahl potentieller Steinmeier-Wähler aber, die ihm heute nicht die Stimme gaben, dürfte zum allergrößten Teil aus Vertretern von CDU und CSU bestehen. Als Bundestagspräsident Lammert zur Eröffnung der Sitzung – ohne seinen Namen zu nennen – den amerikanischen Präsidenten Trump kritisierte, applaudierte die gesamte Bundesversammlung; nur die AfD-Abgeordneten und Horst Seehofer verschränkten demonstrativ die Arme und verweigerten sich dem symbolischen Schulterschluss der größten  parlamentarischen Versammlung des Landes. mehr…

„Der Mutmacher braucht Mut“ – kommentiert Julia Barth in tagesschau.de. Steinmeier ist beliebt. Doch für sein neues Amt muss der designierte Bundespräsident zeigen, dass er Nähe zur Bevölkerung schaffen kann. Um den Menschen Mut zu machen, wie er es verspricht, muss er auch mal weg vom Weltgefüge und Deutschlands Rolle darin. Er muss vor die Tür der Menschen, die hier leben und die im Alltag im Zweifel andere Dinge beschäftigen, als internationale Krisenherde und das Image Deutschlands in der Welt. mehr…

„Steinmeier steht für das Gegenteil des zornigen Politisierens“, meint Torsten Krauel in WELT/N24.Der neue Mann in Bellevue ist ein erfahrener Außenminister, sein Blick auf Deutschland ist frei von Verengungen. Mit seiner Wahl hat Deutschland bewiesen: Die beiden großen Parteien wissen, dass in manchen Momenten Stabilität genauso wichtig ist wie der politische Wettbewerb. Sie haben inmitten einer weithin empfundenen Krisenlage nicht eine Kampfabstimmung wichtiger gefunden als eine Demonstration der Einheit. mehr…

Rede von Dr. Frank-Walter Steinmeier, Es gilt das gesprochene Wort → 

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