Martin Schulz bei Anne Will – „Ich will gewinnen“

Martin Schulz ist das personifizierte "Wir schaffen das" der SPD, kommentiert Wenke Börnsen in tagesschau.de.

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Kanzlerkandidat Schulz – das kommt auch Martin Schulz noch etwas ungewohnt über die Lippen. Aber das wird sich ändern in den nächsten acht Monaten. Und: Schulz will nicht Kandidat bleiben, Schulz will mehr. „Können Sie Kanzler, Herr Schulz?“, fragt Anne Will. Klare Antwort: „Ich will gewinnen“. 

Pressestimmen

Martin Schulz ist das personifizierte „Wir schaffen das“ der SPD, kommentiert Wenke Börnsen in tagesschau.de. Keine Regierungserfahrung? Hatte Obama auch nicht. Das SPD-Gewinnerthema: Gerechtigkeit. „Können Sie Kanzler, Herr Schulz?“, fragt Anne Will. Klare Antwort: „Ich will gewinnen“. Die SPD wolle dieses Land führen, macht Schulz klar. Schulz kann begeistern, mitreißend reden, seine Sprache ist klar, er ist ehrgeizig, machtbewusst und integer, seine Art authentisch. Und: Schulz ist glaubwürdig, das unterscheidet ihn von Gabriel, der auch ein guter Redner ist, aber der in seinen vielen Rollen – mal in Opposition, mal mit der Regierung – seine Glaubwürdigkeit verloren hat. mehr…

„Würselen ist überall“ -Kanzler will er werden. Aber wer erwartet hatte, bei Anne Will zu erfahren, wofür Martin Schulz steht, wurde enttäuscht. Gäbe es nicht dieses kleine Städtchen bei Aachen. Ludwig Greven, ZEIT ONLINE. Am Ende der Schulz-Festspiele erlebt man einen Kandidaten, dessen Lack schon ein bisschen angekratzt ist. Sympathie und Volksnähe reichen eben nicht, wenn keine Inhalte folgen. Nicht auszuschließen, dass das Momentum des Neuen, Sympathischen schon bald verpufft. mehr…

„So wirbt Martin Schulz um seine Wähler“ überschreibt Carin Pawlak ihre TV-Kolumne zum Thema. Es ist der perfekte Wahlkampfauftakt für Schulz bei „Anne Will“. Die übliche Sozi-Klaviatur fehlt natürlich nicht. „Würdiges Einkommen“ und „würdige Rente“, alles wird gut, vermittelt er, wenn Ihr mich wählt. Wäre da nicht eine Frau aus Essen, die im Einspielfilm sagt, dass sie der SPD nicht mehr traue. Dass sie nun den Linken, den wirklich Linken, ihre Stimme gibt. Was würde er der Dame sagen? „Schau’ mir in die Augen!“ Die Frau sitzt urplötzlich dann im Publikum, beider Augen sind weit voneinander entfernt, aber Schulz kämpft, um Vertrauen, um den Vorschuss darauf. Und wir sehen: Das könnte der neue Menschenfänger der SPD sein. mehr…

Für zwei Sekunden ist Schulz bei „Anne Will“ sprachlos, schreibt Daniel Friedrich Sturm in der Welt/N24. Martin Schulz will Angela Merkel ablösen. „Wo ist Angela Merkel verwundbar?“ fragt Will. „Bei der CSU“, antwortet Schulz wie aus der Pistole geschossen. Die CSU lade den ungarischen Ministerpräsidenten Victor Orban ein, bejubele diesen Mann, der keinen Flüchtling aufnehme. Damit verletze die CSU die Interessen Deutschlands  und stelle sich gegen Angela Merkel. Touché. mehr…

Der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz muss bei Anne Will den ersten TV-Test bestehen – und schafft Unwahrscheinliches: Plötzlich scheint die SPD nicht mehr völlig chancenlos. Stefan Kuzmany in SPIEGEL ONLINE. Der Höllenritt hat begonnen. Im Herbst will Martin Schulz die Bundestagswahlen für die SPD gewinnen. Dass das Rennen offener ist als bei den vergangenen Wahlen, liegt dabei nicht nur an der Person Schulz, sondern mehr noch an den offenen Flanken, die die Amtsinhaberin erstmals bietet. Angela Merkels Schwäche ist die CSU, die sich bisher nicht dazu durchringen kann, die ehemalige Flüchtlingskanzlerin vollen Herzens zu unterstützen. Merkels Schwäche ist, auch das analysierte Schulz, die Tatsache, dass sie eigentlich sozialdemokratische Politik betreibt. mehr…

„Gefühlt ist er schon Kanzler“, titelt Michael Hanfeld seinen FAZ-Kommentar. Anne Will hat nur einen Gast und für den rollt sie den roten Teppich aus: Martin Schulz, der Kanzlerkandidat der SPD, nutzt die Gunst der Stunde für eine Lehrstunde in Populismus, wie man sie so noch nicht gesehen hat. mehr…

„Er sagt, er verstehe die Menschen“ schreibt Antonie Rietzschel in der Süddeutschen Zeitung/SZ.de. Auch wenn die Umfragen es nicht hergeben, so hat Martin Schulz den festen Glauben daran, dass die SPD stärkste Kraft wird. Was soll er auch sagen. Andererseits hat das Jahr 2016 schmerzhaft klar gemacht, dass selbst unmöglich erscheinende Szenarien möglich werden können: der Brexit, die Wahl von Trump. Vielleicht stellt die SPD im Herbst 2017 tatsächlich den deutschen Kanzler. mehr…

Anne Will hat den SPD-Hoffnungsträger Martin Schulz als einzigen Gast und stellt ihm die Frage: „Können Sie Kanzler?“ Der frisch gekürte Kandidat verspricht wenig – und vermittelt doch neue Glaubwürdigkeit, schreibt Jan Zier im Stern. Natürlich, auch Sigmar Gabriel kann rhetorisch geschickt den Genossinnen und Genossen das rote Herz wärmen. Aber Martin Schulz – und darauf kommt es an – ist einer, dem man das glauben will. Nur deshalb hat er auch eine Chance, nur deshalb geht jetzt ein Ruck jedenfalls durch die SPD. mehr…

„Heißer Brei mit Martin Schulz“ – für das Handelsblatt bewertet Christian Bartels die Sendung. Als Solo-Gast in Anne Wills Talkshow zeigte sich der SPD-Kanzlerkandidat kraftstrotzend. Und es gab ein paar Hinweise, dass der Wahlkampf gegen die „sozialdemokratisierte“ Bundeskanzlerin spannend werden könnte. Wirft Schulz der Kanzlerin einen Mangel an der „Empathie“, die er für sich reklamiert, vor? Und hilft Empathie einem Regierungschef wirklich? Ob der gewiefte Europapolitiker Schulz glaubt, dass eine deutsche Bundesregierung in der EU viel resoluter agieren könnte und müsste als es die Merkel-Regierung tut, wäre eine tatsächlich spannende Frage. mehr…

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