Martin Schulz will Kanzler werden. Aber wie? Vor jubelnden Anhängern hielt der neue SPD-Hoffnungsträger eine Mutmacher-Rede. Seine Themen sind ur-sozialdemokratisch: soziale Gerechtigkeit und klare Kante gegen Rechts.

Martin Schulz will Kanzler werden. Aber wie? Vor jubelnden Anhängern hielt der neue SPD-Hoffnungsträger eine Mutmacher-Rede. Seine Themen sind ur-sozialdemokratisch: soziale Gerechtigkeit und klare Kante gegen Rechts. Pressestimmen.

Schulz macht die SPD siegesgewiss, so Achim Wendler in der ARD/tagesschau. Von den EU-Staaten forderte er mehr Solidarität bei der Aufnahme von Flüchtlingen. „Dass der ungarische Ministerpräsident Orban, der jegliche Solidarität mit Deutschland in der Flüchtlingspolitik ablehnt, von der CSU hofiert und beklatscht wird, ist ein offener Affront gegen die Interessen der Bundesrepublik Deutschland!“ Schulz versprach zudem, entschlossen gegen den Terrorismus vorzugehen. „Diese Mörder müssen wir mit harter Hand bekämpfen“, rief er unter dem Jubel der Zuschauer. mehr…

Der will ja wirklich, schreiben Pascal Beucker und Tobias Schulze in taz.de. Martin Schulz’ erster Auftritt hinterlässt Zuversicht bei den Genossen. Mit ihm gewinnen sozialdemokratische Tugenden wieder an Gewicht.Seinem Verständnis nach müsse ein Kanzler die Alltagssorgen, Hoffnungen und Ängste der Menschen nicht nur verstehen, sondern selbst mit tiefer Empathie spüren können. Da sei er genau der Richtige. „Es geht ein Ruck durch die SPD, es geht ein Ruck durch das ganze Land“, schließt er seine Rede. mehr…

Es könnte etwas in Bewegung geraten In seiner ersten Rede als SPD-Kanzlerkandidat habe Martin Schulz keine neuen Töne angeschlagen, kommentiert Klaus Remme im Deutschlandfunk. Aber wenn er die unbestreitbaren SPD-Erfolge der Großen Koalition besser verkaufe als Sigmar Gabriel, habe die Partei Chancen auf einen Wahlsieg. Der vermutlich stärkste Trumpf sei Schulz‘ Persönlichkeit. „Hand in Hand, Seit an Seit“, hat Schulz heute ausgerufen; es muss ihm gelingen, diese Geschlossenheit in der Partei herzustellen. Nach zwei verheerenden Wahlniederlagen im Bund sollten die Sozialdemokraten wissen, dass sie möglicherweise keine vierte Chance bekommen. mehr…

Martin Schulz – Kanzlerkandidat der Herzen, kommentiert Klaus Stratmann im Handelsblatt. Der designierte SPD-Chef und Kanzlerkandidat wurde für seine Rede am Sonntag gefeiert wie ein Rockstar. Dabei hat Martin Schulz keine neuen Botschaften – aber er trifft den richtigen Ton. mehr…

Martin Schulz ist ein klassischer Sozi, meint Lisa Caspari in ZEIT ONLINE. In seiner ersten Rede hat sich der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz als Mann der Mitte präsentiert und kaum inhaltliche Akzente gesetzt. Seinen Fans ist das egal. Und es muss Gabriel schmerzen, dass die Partei jubelt, wenn sein Nachfolger ruft: „Überall ist sie zu spüren, die Aufbruchstimmung.“ Denn die hat ja mit Schulz zu tun, und die SPD tut gerade so, als sei sie von einer schweren, schweren Last befreit: Gabriel. Alles andere wirkt da erst mal zweitrangig. Auch die Inhalte. mehr…

Angela Merkels Herausforderer punktet im Volk und in seiner Partei. Jetzt sollte Schulz seine Chance nutzen, um politische Ziele zu benennen. Dann wird klar: Er ist die Nummer eins – nicht Gabriel, schreibt Daniel Friedrich Sturm in Die Welt/N24. Schulz hat am Sonntag ein Plädoyer für Freiheit und westliche Werte gehalten. Es handelte sich um eine sozialdemokratische Rede, liberal gefärbt, fernab von Utopien und Klassenkampf. Als Kanzlerkandidat der Herzen kann er jene „Beinfreiheit“ nutzen, die Peer Steinbrück 2012 verlangt, aber nie eingefordert hatte. Schulz muss außerdem zeigen, dass er die Nummer eins ist und nicht Sigmar Gabriel. mehr…

Die Genossen liegen ihm zu Füßen, auch bei vielen Wählern kommt Martin Schulz offenbar an. Doch seine erste Rede als Kanzlerkandidat enthielt viel bekannte SPD-Rhetorik – aber nur wenig neue Akzente, meint Florian Gathmann in SPIEGEL ONLINE. In den kommenden Wochen wird Schulz viel durchs Land reisen, Interviews geben, seine Kampagne aufbauen. Und seine Leute werden an einem echten inhaltlichen Profil tüfteln. „Jeder spürt, es geht ein Ruck durch die SPD“, sagt Schulz am Ende seiner Rede. Das stimmt. Aber auch „ein Ruck durch das ganze Land“, wie er behauptet? Noch sind acht Monate Zeit. mehr…

Schulz und Merkel sind plötzlich Konkurrenten, schreibt Nico Fried in der Süddeutschen Zeitung/SZ.de. Schulz wird Merkel härter attackieren, als es Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück, ihre früheren Konkurrenten ums Kanzleramt, getan haben. Aber nicht respektlos. Die Kanzlerin wird sich bemühen, die Attacken sachlich kühl zu kontern. Sie hat bei Helmut Kohl und Gerhard Schröder aus nächster Nähe erlebt, dass bei Wahlen in Deutschland in der Regel nicht der Herausforderer gewählt, sondern der Amtsinhaber abgewählt wird. Gefährlicher als der Rivale Schulz von der SPD wäre für Merkel deshalb ein Gegner namens Verdruss in der Bevölkerung. mehr…

Mit seinem Rücktritt überlässt Sigmar Gabriel seinem Nachfolger Martin Schulz eine Last, die kaum zu schultern ist, meint der Journalist Gerhard Schröder in Deutschlandradio Kultur. Der künftige SPD-Chef muss eine Partei aufrichten, die demoralisiert ist und um ihr politisches Überleben kämpft. Wenn in derart prekärer Lage mit Sigmar Gabriel auch noch der Lotse von Bord geht, dann spricht das für den desaströsen Zustand der Partei, nicht für den Willen zum Neuanfang, den Martin Schulz jetzt notgedrungen wagen muss. mehr…

„Es geht ein Ruck durch die SPD“, titelt Tobias Peter seinen Kommentar in der Frankfurter Rundschau. „Die Bekämpfung der Steuerflucht wird ein zentrales Wahlkampfthema sein“, das ist eine der wenigen konkreten Aussagen zu der Frage, wie es zu dem versprochenen Mehr an Gerechtigkeit kommen soll. Was er sich zur Zukunft des Steuersystems vorstellt, erfahren die Zuhörer nicht. Immerhin macht der überzeugte Europäer eine deutliche Ansage in Sachen EU und Flüchtlinge: Wenn einige Länder bei der Strukturförderung die Solidarität Europas in Anspruch nähmen, diese aber an anderer Stelle verweigerten, „dann muss eine künftige Bundesregierung die Frage der Solidarität bei er Flüchtlingspolitik mit der nächsten EU-Finanzplanung verbinden“. mehr…

 

Download (PDF): → Antrittsrede von Martin Schulz als des. Kanzlerkandidat der SPD, 29.01.2017

journalistblog

Redaktion #journalistblog. Bitte achten Sie bei Beiträgen abweichender Quellen auf die entsprechenden Quellen-Angaben und weiterführende Links.

Alle Beiträge

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Netzwerk

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen...

Aktuell

Timeline

Gerne gelesen

Google +