"journalistblog" will nicht das Rad neu erfinden. Bemächtigt sich keiner überzogenen Sprache, um auf sich aufmerksam zu machen. Gegen oder mit dem Mainstream? Was heißt das schon? Ein Augenzwinkern reicht für den Blick zurück schon aus, um zu relativieren.

„Dürfen Journalisten bloggen?“ war ein Einstieg-Thema von „Journalisten-bloggen“ im Sommer 2013. Diese Fragestellung hat rückblickend heute allenfalls unterhaltenden Charakter. Journalistische Blogs sind zurzeit vielfach das Aushängeschild etablierter Medien. Das Nachrichtenportal #journalistblog unterstützt die Weitergabe guter Inhalte und vernetzt Qualitätsjournalismus.

Guter Journalismus braucht heute engagierte Netzwerke, um sich gegen die Fluter von Fake-News und gegen negativen Populismus in digitalen Medien zu behaupten.

Der digitale, öffentliche Raum ist zum Jahreswechsel 2016/2017 ein völlig anderer als vor drei oder vier Jahren. Wir wissen heute „wie Medien gehen“. Mit einem Tablet, i- oder Smartphone kann jeder Video-Reporter werden, Podcasts produzieren und seine Video-Playlist im Blog oder sonstwo veröffentlichen. Medienkompetenz wird über Videos vermittelt.

„Journalisten-bloggen“ war eigentlich im Gründungsjahr 2012 vom Anspruch her schon ein Auslaufmodell. Aber vor ein paar Jahren wirkte diese Firmierung noch provokativ. So sollte das auch sein. Auch wenn wir noch ein wenig „blog“ im neuen Namen bewahrt haben, wurde es allerhöchste Zeit zum Kurswechsel. #journalistblog will nicht das Rad neu erfinden. Bemächtigt sich keiner überzogenen Sprache, um auf sich aufmerksam zu machen. Gegen oder mit dem Mainstream? Was heißt das schon? Ein Augenzwinkern reicht für den Blick zurück schon aus, um zu relativieren.

Wer Medienkompetenz lernt oder lehrt, weiß, dass uns Schubladen-Denken nicht weiterhilft.

Journalisten waren schon immer „Blogger“. Schon in den Anfangszeiten von „Flugblatt und Zeitungen“. Medienwissenschaftler würden sagen, dass fing im Grunde schon mit den Briefmalern im 15. Jahrhundert an. Beim Blättern in alten Büchern lesen wir: Die ersten Flugblätter waren technisch noch Holzschnitte. Auf Holztafeln hat man damals die Welt erklärt. Dann kamen Bücher, Broschüren, Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen und die ungeahnten Möglichkeiten digitaler Medien. Damals wie heute – uns allen geblieben, ist der ungestillte Wissens- und Mitteilungsdrang.

Leserbriefe kamen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf. Gekoppelt an die Verbreitung der Zeitung. Leserbriefe galten als wichtiges Instrument für den politischen Diskurs. Es gibt sie noch, die Leserbriefschreiber, auch wenn sie ihre Meinungsbeiträge heute digital in die Welt hinaus posten. Gefragt oder ungefragt. Jeder kann heute „Sender“ sein. Das mag man bedauern oder begrüßen. Sich mitzuteilen hat für Viele etwas Befreiendes.

Meinungsfreiheit ist Teil unserer demokratischen Kultur. Eine starke Demokratie hält es auch aus, wenn Meinungsfreiheit von Fanatikerin oder Populisten unterschiedlichster Couleur missbraucht wird. Die Medien halten dagegen. Die meisten. Negative Populisten haben heute ihre eigenen Medien, z.B.  Steve Bannons „Breitbart“ und viele andere.

#journalistblog widmet sich deshalb in aller Konsequenz der Breite der Informationsweitergabe. Laszlo Trankovits hat bei der Vorstellung seines Buches „Die Nachrichtenprofis“ gesagt, ein Journalist kann alleine keine Zeitung machen. Dafür fehlten ihm alle Möglichkeiten. Das stimmt. Aber ein Journalist kann, wenn er das will, Blicke auf die Arbeit anderer Kolleginnen und Kollegen lenken. wichtig dabei bleibt die Zielgruppe, die Adressaten seiner Aufbereitungen. Wir haben viele Gespräche über guten und schlechten Journalismus geführt. Die Lektüre des FAZ-Buches ist empfehlenswert.

Die Nachrichtenprofis von Laszlo Trankovits – Ein „Plädoyer für den Qualitätsjournalismus“ 

#journalistblog nutzt gerne die vielfachen Möglichkeiten zur Akzentsetzung seiner Beiträge, Videos einbetten zu dürfen. Wir verlinken unter Berücksichtigung urheberrechtlicher Standards weiterführende Artikel oder Beiträge und schauen auch gerne in das ein oder andere Buch, um es zur Lektüre weiterzuempfehlen.

Guter Journalismus lebt von der Debatte. Unser Blick gilt deshalb auch der Bewertung politischer bzw. gesellschaftlich relevanter TV-Debatten. Dazu veröffentlichen wir Pressestimmen.

Ihre Meinungsbeiträge sind uns immer willkommen. Bitte beachten Sie, dass in #journalistblog Kommentare frei geschaltet werden müssen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Kaspar Koller

Autor

Alle Beiträge

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.

Netzwerk

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen...

Aktuell

Timeline

Gerne gelesen

Google +